IVS Innovationspreis 2023 der Schaffhauser Platzbanken
Förderung von Unternehmen
Innovationen verdienen Förderung und Anerkennung. Die spannendsten und vielversprechendsten Innovationen aus der Region Schaffhausen werden deshalb mit dem IVS Innovationspreis der Schaffhauser Platzbanken ausgezeichnet. Der mit insgesamt 16‘000 Franken dotierte Preis wird alle zwei Jahre verliehen.
Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen aus dem Wirtschaftsraum Schaffhausen, die ein neues Produkt oder eine Dienstleistung entwickelt und erfolgreich am Markt eingeführt haben. Gesucht werden ausserordentlich erfolgreiche Innovationen mit hoher Wirtschaftlichkeit und grossem volkswirtschaftlichem Potenzial.
Die Ausschreibung für den Innovationspreis 2023 läuft vom 1. November 2022 bis zum 31. Januar 2023. Die Finalisten werden am 17. März 2023 im Rahmen der Mitgliederversammlung der IVS Industrie- & Wirtschafts-Vereinigung Schaffhausen bekannt gegeben. Eine Jury wählt aus den finalen Unternehmen die drei Siegerprojekte aus, die im Juni 2023 an der Preisverleihung ausgezeichnet werden.
Im Jahr 2023 findet der 11. IVS Innovationspreis der Schaffhauser Platzbanken statt.
Teilnehmerkreis
Teilnahmeberechtigt sind Unternehmen aus dem Wirtschaftsraum Schaffhausen, die ein neues Produkt oder eine Dienstleistung entwickelt und erfolgreich am Markt eingeführt haben. Ausgezeichnet werden ausserordentlich erfolgreiche Innovationen mit hoher Wirtschaftlichkeit und grossem volkswirtschaftlichem Potenzial. Dies können innovative Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse aus sämtlichen Branchen sein. Die eingegebenen Innovationen werden aufgrund folgender Kriterien bewertet: Konzeption der Innovation, Innovationshöhe, Markt-Impact, volkswirtschaftlicher Nutzen für die Region und Vermarktbarkeit.
Bewerbung
Die Bewerbungsfrist läuft vom 1.11.2022 bis zum 31.01.2023. Das weitere Auswahlverfahren erfolgt zweistufig. Basierend auf den Bewertungskriterien durchlaufen sämtliche Bewerbungen eine Vorselektion durch eine Arbeitsgruppe. Aus den Finalisten wählt die Jury die drei besten Projekte aus. Der Jury gehören Experten im Innovationsbereich sowie Vertreter der Wirtschaft und Schaffhauser Politik an.
Preisverleihung
Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Die Preisgelder betragen 10‘000 Franken für den ersten Platz, 5‘000 Franken für den zweiten und 1‘000 Franken für den dritten Platz.
Die Preisträger wurden im Rahmen einer Preisverleihung im Juni 2023 gekürt.
Downloads:
Der 11. IVS Innovationspreis der Schaffhauser Platzbanken wird im Juni 2023 verliehen. Die Bewerbungsfrist läuft vom 1. November 2022 bis zum 31. Januar 2023! Melden Sie Ihre Innovation noch heute an.
Sie möchten sich für den IVS Innovationspreis der Schaffhauser Platzbanken bewerben? Das freut uns sehr!
Das Bewerbungsformular können Sie hier downloaden und auf Ihrem Rechner abspeichern. Dies gibt Ihnen genügend Zeit, Ihre Bewerbung in Ruhe auszufüllen. Sobald Ihr Bewerbungsformular fertig ausgefüllt ist, können Sie es zusammen mit Ihrem Firmenlogo und allfälligen Zusatzunterlagen an bewerbung@its.sh.ch schicken. Sobald wir geprüft haben, ob alle notwendigen Unterlagen vorhanden sind, werden wir Ihnen den Eingang Ihrer Bewerbung schriftlich bestätigen.
Weitere Downloads:
Die Jury für den IVS Innovationspreis der Schaffhauser Platzbanken besteht aus Experten im Innovationsbereich sowie Vertretern der Schaffhauser Wirtschaft und Politik. Die Zusammensetzung der Jury für das Jahr 2023 wird in Kürze hier bekannt gegeben.
Die Finalisten des 11. IVS Innovationspreis der Schaffhauser Platzbanken 2023 werden am 17. März 2023 im Rahmen der IVS-Mitgliederversammlung bekannt gegeben. Die Bewerbungsfrist für den 11. IVS Innovationspreis der Schaffhauser Platzbanken läuft vom 1. November 2022 bis zum 31. Januar 2023. Der Preis ist mit insgesamt CHF 16 000.- dotiert. Nutzen Sie die Chance und melden Sie Ihre Innovation noch heute an!
Alle nötigen Unterlagen finden Sie im Reiter «Bewerben».
Am Donnerstag, 26. August 2021, wurden im Rahmen einer Sondersendung des Schaffhauser Fernsehens die Gewinner des zehnten IVS Innovationspreises der Schaffhauser Platzbanken gekürt. Der erste Preis ging an die TTS INOVA AG, der zweite an die Imnoo AG und der dritte Preis an die Savvy Telematic Systems AG.
1. Preis:
TTS Inova AG

Der mit 10 000 Franken dotierte erste Platz des diesjährigen IVS Innovationspreis der Schaffhauser Platzbanken geht an die TTS INOVA AG aus Thayngen. Das Familienunternehmen webt, dreht, strickt, häkelt und flechtet in seiner Fabrik verschiedenste Textilien, darunter etwa Verzierungen für Kleider oder Möbel, sogenannte Posamente. Daneben entwickelt und produziert das Unternehmen auch technische Textilien, wie Transportbänder, Schutzschläuche oder Isolationsgewebe. «Dabei handelt es sich in den meisten Fällen um Massanfertigungen für unsere Kunden», erklärt Simon Bernath. Der Bauingenieur und Betriebswirt hat das Unternehmen sukzessive ausgebaut und entwirft den Grossteil der Produkte selbst. So auch die nun prämierte Innovation. Dabei handelt es sich um eine elastische Erdwärmesonde, die in Tiefen bis 500 Meter eingesetzt werden kann – und sogar bei Grundwasservorkommen. «Unser Produkt ist lebensmittelkonform, damit ist es auch in Gebieten einsetzbar, in denen man sonst keine Erdwärmepumpe installieren dürfte», erklärt Bernath. «Nicht nur hat Bernath mit beharrlichem, langjährigem Einsatz die Entwicklung dieses visionären Projekts vorangetrieben, es hat auch ein hohes Innovationspotenzial mit Leuchtturmcharakter, das einen grossen Mehrwert für eine nachhaltige Energieversorgung liefert», begründet Jury-Präsident Marxt die Auszeichnung.
2. Preis:
Imnoo AG

Ebenfalls aufs Podest geschafft hat es das Start-up Imnoo mit Sitz im Schaffhauserischen Buchberg und Büros in Glattbrug. «Die Idee zu Imnoo kam durch ein spezifisches Kundenbedürfnis auf», erklärt Co-Founder Jonas Albergatti. Damals suchte eine Firma, die im selben Co-Working-Space ihr Büro hat, nach einem CNC-Fertiger für die Herstellung eines spezifischen Maschinenteils. Obwohl die Schweiz über eine Vielzahl an KMU im Bereich CNC-Fertigung verfügt, sei die Suche nach dem geeigneten Anbieter aufwändig gewesen und der Angebotsprozess jeweils schleppend vorangegangen. «So kam die Idee, eine Software-as-a-Service-Lösung zu entwickeln, die CNC Auftragsfertiger im Angebotsprozess unterstützt und diesen automatisiert», sagt Albergatti.
Denn dieser sei komplex, wie Imnoo-CEO Marcos Garcia Pedraza erklärt: Die Kunden kämen mit Zeichnungen und 3D-Modellen zum Hersteller, woraus dieser dann berechnen muss, in welcher Zeit und zu welchem Preis er das gewünschte Produkt produzieren kann. Das sei zeitaufwändig und brauche ein grosses Fachwissen, über das meist nur wenige Personen im KMU – und nicht selten nur der Geschäftsführer selbst – verfüge. «Unsere Software analysiert in Sekundenschnelle die Zeichnungen und 3D-Modelle und berechnet daraus, wie lange die Produktion inklusive Einrichten der Maschine dauert», so Albergatti. Dank Machine Learning werde die Software über die Zeit immer genauer. «Die Imnoo-Software pulverisiert die nichtbezahlten Initialkosten im Offertprozess und sichert damit Margen. Darüber hinaus ist die Innovation für viele Unternehmen in der Region Schaffhausen von hoher Relevanz», lobt Roth das Start-up.
3. Preis:
Savvy Telematic Systems AG

Die SAVVY® Telematic Systems AG hat einen neuen Sensor entwickelt, der einfach an die Achsen von Eisenbahn-Transportwaggons geklemmt werden kann und durch die Verbiegung des Materials misst, mit wie viel Gewicht dieser beladen ist. «Damit lösen wir gleich zwei Probleme», erklärt Co-Founder Felix Schwarz. Zum einen würden die Bahnbetreiber nun genau wissen, wie viel Ware sie transportieren und können diese über ein Pay-as-you-use-Modell abrechnen. Zum anderen würden die Waggons heute auf stationären Waagen gewogen. «Diese anzufahren ist aber mit Umwegen verbunden und umständlich, was zu hohen Mehrkosten führt», fügt SAVVY-CEO Aida Kaeser aus. In Verbindung mit den bestehenden Telematik-Lösungen sowie dem Online-Portal von SAVVY kann das Gewicht nicht nur in Echtzeit kontrolliert, sondern auch die Belastung der einzelnen Achsen überprüft werden. «Die Innovation von Savvy ist nicht nur eine Weiterentwicklung der bestehenden Produktlinie, sondern auch skalierbar und für weitere Anwendungsfelder geeignet. Der dritte Platz ist daher die logische Fortsetzung einer Schaffhauser Erfolgsgeschichte», betont Marxt.
Webseite Savvy Telematic Systems AG
Sonderpreis:
Tanne Schaffhausen

Über einen Sonderpreis darf sich dieses Jahr das Restaurant Tanne in Schaffhausen freuen, das auf ein ethikologisches Geschäftsmodell setzt. «Dabei handelt es sich um ein Geschäftsmodell, das nach humanen Werten wirtschaftet und einen Mehrwert für das Gesamtsystem stiftet», erklärt Geschäftsführerin Claudine-Sachi Münger. Die HSG-Absolventin hat viele Jahre in der Privatwirtschaft gearbeitet und sich nach einem Coaching im Jahr 2018 für die Selbstständigkeit entschieden – und setzt seither auf ein inklusives Modell in ihrem Restaurant. «Bei uns arbeiten insgesamt 11 Heroes, also Menschen mit einem Handicap, sowie mehrere Unterstützer», sagt Münger. Je nach Fähigkeit übernehmen die Heroes verschiedene Aufgaben, etwa im Service, der Küche oder beim Verpacken der Produkte für den Online-Shop, den Münger während des ersten Lockdowns auf die Beine gestellt hat. Das Unternehmen besteht nämlich nicht nur aus der Weinstube, also dem Restaurant, sondern steht auf mehreren Pfeilern. Dazu gehört etwa auch die Bewirtschaftung der «Serviced Studios» in den oberen Stockwerken der Tanne sowie seit Mitte August auch ein Café an der Vordergasse. «Damit kann ich unsere Heroes noch selbstständiger arbeiten lassen», freut sich Münger. Begeistert vom Konzept war auch die Jury. «Die Tanne verdient mit ihrem Ansatz eine Würdigung – auch wenn dieser durch den Raster des Innovationspreises fällt», begründet Marxt den Sonderpreis an Claudine-Sachi Münger und ihr Team.